Der Eingang zur Reeperbahn um 1826.
Quelle:
J.Heckscher/Suhr-Panorama, Hamburg 1909, S. 48.
Der Spielbudenplatz um 1870.
Postkarte, Stiftung Günter Zint.
Großbordell in der Davidstraße um 1826.
Quelle:
J. Heckscher/Suhr-Panorama, Hamburg 1909, S. 46
Anlässlich der vom BID Reeperbahn+ (Business Improvement District) 2026 angedachten Festivitäten rund um „400 Jahre Reeperbahn“ ist diese Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Erotic Art Museum, dem St. Pauli Office, Olivia Jones und dem Hamburger Antiquariat Pabel entstanden.
Im Laufe des gesamten Jahres 2026 werden in regelmäßigen Abständen Lesungen, Vorträge und Führungen geboten, die ein Schlaglicht auf die Entwicklungen in St. Pauli vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart setzen. Ein Fokus liegt dabei auf dem Thema „Verdrängung“, denn damit begann die Geschichte der berühmten Reeperbahn auf St. Pauli: 1626 mussten die Reepschläger wegen der neu errichteten Wallanlagen aus Hamburg ins heutige St. Pauli weichen, wo sie Ende des 19. Jahrhunderts vom rasant wachsenden, urbanen Amüsier- und Arbeiterviertel verdrängt wurden.
Das Programm widmet sich Fragen wie „War früher alles besser? Oder ändert sich manches nie?“ Dabei werden in Lesungen historische Quellentexte über St. Pauli aus dem 18. und 19. Jahrhundert vorgestellt und vorgelesen, jeweils begleitet von Bildmaterial und kommentiert in Kurzvorträgen.
Zu jedem Jahrhundert gibt es Rundgänge
Informationen zu Terminen und Veranstaltungsorten finden sie auf der Homepage des St. Pauli Office, der Kultkieztouren von Olivia Jones sowie reeperbahn.de.
1_ Kirchen, Grenzen und Tumult. St. Pauli im 17. und 18. Jahrhundert
Kurzvortrag mit Rundgang
Termine:
So. 18. Januar 2026, 18.00-21.00 Uhr
So. 01. Februar 2026, 18.00-21.00 Uhr
So. 01. März 2026, 18.00-21.00 Uhr zur Buchung
2_ Vorstadtspaziergang. St. Pauli vor 200 Jahren
Bildvortrag mit Lesung
Termine:
So. 15. März 2026, 18.00-21.00 Uhr
So. 19. April 2026, 18.00-21.00 Uhr
So. 17. Mai 2026, 18.00-21.00 Uhr
3_ Schönheitstanz und Straßenkampf. St. Pauli vor 100 Jahren
Lesung mit Rundgang
Termine:
So. 26. Juli 2026, 18.00-21.00 Uhr
So. 16. August 2026, 18.00-21.00 Uhr
4_ Wandel und Verdrängung im St. Pauli der Gegenwart
Rundgang (zweiter Programmpunkt steht noch nicht fest)
Termine:
So. 11. Oktober 2026, 18.00-21.00 Uhr
So. 29. November 2026, 18.00-21.00 Uhr
Kirchen, Grenzen und Tumult. St. Pauli im 17. und 18. Jahrhundert
Kurzvortrag mit Rundgang
1713 steht Altona in Flammen
Der Hamburger Berg 1734;
Dass wir einer Prügelei im Jahre 1734 die erste Karte St. Paulis verdanken, ist nur eine der wenig bekannten Geschichten, die bei dieser Veranstaltung vorgestellt werden. Historische Texte, Bilder und Karten sind unsere Fenster in die Vergangenheit – in eine kaum bebaute Gegend, die später St. Pauli heißen wird. Vor dem geistigen Auge tauchen die Reeperschlägerhütten, windschiefe Bordelle am “Klütjenstieg” und ein zünftiges Wirtshaus am Nobistor auf. Direkt um die Ecke: Die Gotteshäuser der Katholiken, der Mennoniten, der Juden und der Herrnhuter – bis ungebetene „Gäste“ aus Schweden alles in Schutt und Asche legen ...
Die Veranstaltung beginnt mit einem ca. 20-minütigen Kurzvortrag über St. Paul im 17. und 18. Jahrhundert und einer Präsentation des Quellenmaterials. Danach geht es in einem ca. 90min. Rundgang an die Original-Schauplätze der eben gehörten Geschichte(n).
Vortrag und Tour: Eva Decker (Historikerin)
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Buchung in Kürze auf der Homepage des St. Pauli Office sowie auf reeperbahn.com