Zeitzeugin transgeschlechtlichen Lebens auf St. Pauli
In Kooperation mit dem Feminité-Museum St. Pauli
Julia Böhmer in der Roxi Bar
Kleine Freiheit (um 1952)
Julia - hier als Jürgen in der Casablanca Bar
Bernhard Nochtstraße (um 1952)
Julia, Heidi, Gitta in der Flash Bar
Schmuckstraße (1973)
Sämtliche Photos stammen aus Frau Böhmers Privatbestand
Die Begegnungen mit der Transgenderfrau Julia Böhmer, geboren 1938 in Hamburg, gaben den Anstoß zu diesem Projekt. Bei jedem unserer Treffen eröffneten ihre Erinnerungen, gestützt auf unzählige Fotos, ein Fenster in das queere Leben im St. Pauli der 1950er-80er Jahre. Durch ihre Erzählungen und Bilder bekam dieses wenig erforschte Kapitel der Stadtteilgeschichte Namen und Gesichter, die auf diese Weise nicht vergessen sind.
Im Dezember 2023 verstarb Julia Böhmer. Ihr Nachlass besteht aus Fotos, Dokumenten und Briefen, aus kleinen Katzenfigürchen und großen Mengen an Modeschmuck – jedes einzelne Stück eine Erinnerung „zum Anfassen“ und verknüpft mit Geschichten und Anekdoten.
Ziel des Projektes ist, dieses Erbe zu erhalten und der Öffentlichkeit künftig zugänglich zu machen – in unterschiedlichen Formen: digital und abrufbar über eine Archivdatenbank, verschriftlicht und als Publikation erhältlich.
Außerdem als geführter Rundgang „TransPauli. Auf den Spuren transgeschlechtlichen
Lebens in St. Pauli“, den Sie hier buchen können:
https://www.tourguide-booking.com/tour/
Ein Teil der Einnahmen aus den Ticketverkäufen wird verwendet, um
Zudem soll der Inhalt der Stadtteilführung demnächst als bebilderte Broschüre publiziert werden.
Bis 2023 winkte Julia oft von ihrem Fenster
Auf St. Pauli hat sie Spuren hinterlassen
Ein Kurzporträt
https://www.instagram.com/feminite.museum/?hl=de
2016 setzte der Regisseur Christian Hornung in seinem Film „Manche hatten Krokodile“ Frau Böhmer ein Denkmal.